Ein Weinberg für Schöneberg

 

Das 25jährige Bestehen der kommunalen Partnerschaft Schönebergs mit dem Kreis Bad Kreuznach im Jahr 1988 war der Anlass, in Berlin einen Weinberg anzulegen und damit ein Stück des bekannten Weinanbaugebietes Nahe nach Berlin zu bringen. Dazu wurde im nördlichen Teil der Gartenarbeitsschule Schöneberg ein Hang aufgeschüttet und mit einer Trockenmauer eingefasst. Winzer aus dem Kreis Bad Kreuznach spendeten 200 Rieslingstöcke und bepflanzten den Weinberg im September 1988. Riesling wurde trotz skeptischer Stimmen („der gedeiht doch nicht in Berlin“) gewählt weil er die typische und wertvollste Weinsorte im Rheingau und an der Nahe ist.

Anlässlich der Feiern zum 25jährigen Bestehen der kommunalen Partnerschaft setzte Bad Kreuznachs damaliger Landrat Hans Schumm mit Bezirksbürgermeister Rüdiger Jakesch und der deutschen Weinkönigin am 11. September die ersten Weinstöcke.

Von Landrat Schumm stammt auch der Name des Schöneberger Weins: „Schöneberger Nahe-Freund“.

1992 wurde zum ersten Mal die Schöneberger Trauben an die Nahe transportiert und dort ausgebaut. Es war der „Jungfernwein“. Auf dem Transport nach Berlin wurde der Lieferwagen mit Inhalt vor den Toren Berlins gestohlen, nach Wochen tauchte der Lieferwagen wieder auf, allein der Wein blieb verschwunden. Eine einzige Flasche war in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach geblieben, als kleine Kostprobe des ersten Jahrgangs. Seitdem werden die Schöneberger Trauben in jedem Jahr in den Kreis Bad Kreuznach gebracht und dort in der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg in Meddersheim fachgerecht ausgebaut.

So ist der Weinberg in der Gartenarbeitsschule ein wichtiger Beitrag zur kommunalen Partnerschaft mit dem Kreis Bad Kreuznach geworden.

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